There is no way to happiness, happiness is the way. There is no way to peace, peace is the way. There is no way to enlightenment, enlightenment is the way.

(Thich Nhat Hanh, inspired by A. J. Muste)


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Ein Weg entsteht, indem man ihn geht.









Testament

(Copyright für Liedtext & Musik bei Sarah Lesch)


Auch du warst mal ein Kind und auch ich war mal klein

Und auch uns ham sie was erzählt

Und dann macht man das alles und versucht so zu sein

Und dann merkt man das einem was fehlt

Und dann verlernt man, sich richtig zu spüren

Oder man flüchtet sich in Kunst oder Konsum

Und während ihr fleißig Pläne macht,

Lachen die Götter sich krumm

Lasst eure Kinder mal was dazu sagen

Hört ihnen richtig zu.

Die spürn sich noch, die ham Feeling für die Welt

Die sind klüger als ich und du


Und denkt dran bevor ihr antwortet:

Ihr seid auch nur verletzte Kinder.

Am Ende gibt’s wieder ganz neue Symptome, und ihr wart die Erfinder

Und dann sagt ihnen wieder, wie es richtig geht

„Werd erwachsen“ und „bist du naiv“

Predigt Formeln, lasst alles in Hefte schreiben,

Die Götter lachen sich schief


Achtet auf Schönschrift und Lehrpläne

Und dass sie die Bleistifte spitzen

Zeigt ihnen Bilder von Eichenblättern

Während sie drinnen an Tischen sitzen

Und dann ackern und büffeln und wieder auskotzen

Und am Nachmittag RTL 2

Am Wochenende geht’s was Schönes kaufen, fertig ist der Einheitsbrei

Und jeder der sich nicht anpasst

Wird zum Problemkind erklärt

Und jede, die zu lebhaft ist

Kriegt ‘ne Pille damit sie nicht stört

Und damit betrügt ihr euch selber denn

Kein Kind ist ein Problem

Und all die Freigeister, all die Schulschwänzer

Nur Symptomträger im System


Doch bedenkt wenn ihr so hart urteilt:

Ihr seid auch nur gefangene Geister

Der Unmut wird immer lauter

Und die Lehrer schreien sich heiser

Empört euch, dass Hänschen nicht ist, was er sein soll

Sondern nur, wer er nunmal ist

Die Götter pullern sich ein vor Lachen

Und ihr denkt, dass ihr was wisst


Und wenn Hänschen dann Hans ist

Der eigene Kinder hat, denen er was erzählt

Dann merkt Hans und Kunz, und ihr vielleicht auch,

Dass wieder irgendwas fehlt

Ihr habt Wünsche und Träume

Und rennt damit ständig an imaginäre Wände

Und jeder Wunsch den ihr euch erfüllt

Der ist dann halt auch zu Ende

Geht ihr nur malochen für erfundene Zahlen

Und wartet, bis die Burnouts kommen

Schmeißt euer Geld für Plastik raus

Um ein kleines Glück zu bekommen

Das Beste aus Cerealien und Milch

Noch ‘n Carport und noch ‘n Kredit

Und alle finden‘s scheiße aber alle machen sie mit


Ihr klugscheißert und kauft trotzdem

Und die Werbung verkauft euch für dumm

Und dann sitzt ihr vor neuen Flachbildfernsehern

Und meckert auf den Konsum

Wenn ihr das Welt nennt, bin ich gern weltfremd

Die Götter lachen sich krumm


Ihr Traumverkäufer, Symptomdesigner

Merkt ihr noch, was passiert?

Wer hat euch das Land und das Wasser geschenkt,

Das ihr jetzt privatisiert

Ihr Heuchler, ihr Lügner, ihr Rattenfänger

Ihr Wertpapierverkäufer

Man hat euch Geist und Gefühl gegeben

Und doch seid ihr nur Mitläufer

Ihr großen, vernarbten, hilflosen Riesen

Ihr wart doch auch mal klein

Und jemand hat euch mit Schweigen gestraft

Und ließ euch darin allein

Und jetzt hört ihr nicht nur die Götter nicht lachen

Ihr hört auch ihr die Kinder nicht weinen

Und sagt ihnen weiter, es würde nicht wehtun

Ohne es so zu meinen

Macht ihr ruhig Pläne, ich steh am Rand

Ich sehe euch und ich bin nicht allein

Hinter mir stehen mehr und mehr Weltfremde

Die passen auch nicht hinein

Und jetzt wartet nicht auf ein versöhnliches Ende

Den Gefallen tu ich euch nicht

Kein Augenzwinkern, keine milde Pointe,

Die das Unwohlsein wieder bricht

Irgendwann werden die Götter nicht mehr lachen

Und falls es mich dann nicht mehr gibt

Hinterlass ich ein Kind, das sich selbst gehört

Und dies unhandliche Lied