An alle überforderten Eltern, Schwiegereltern, Großeltern, Pflegeeltern dieser leider sehr häufig "Ich-bezogenen" und daher erkrankten, sich selbst verletzenden Gesellschaft: (CF)


Ein Auszug aus einem der wertvollen Bücher von Stefanie Stahl, erschienen 2017 im Kailash-Verlag, München: 


...Wenn Eltern Fehler machen - und das passiert allen Eltern -, dann tun sie dies meist nicht, weil sie ihren Kindern aktiv schaden wollen, sondern in der Regel, weil sie ihre eigene Erziehung zu wenig reflektiert und nicht hinterfragt haben. Und genau deshalb ist es auch so wichtig, dass man sich um Selbstreflexion bemüht, um die eigenen, negativen Prägungen nicht an seine Kinder weiterzureichen und sie auch nicht an seinen Mitmenschen unbewusst auszuleben. Wenn ich mich selbst besser verstehen lerne, ist dies nicht nur der Königsweg zum eigenen Lebensglück, sondern ich werde auch ein besserer Mensch...


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Wer wirklich das generationsübergreifende Rad des Leidens stoppen will !!, findet in der heutigen Zeit mühelos das Wissen und die erforderliche Hilfestellung. Neben den Büchern von Stefanie Stahl könnten das z.B jene von Thomas Trobe, Holger Bertrand Flöttmann, Renate Seifarth uvm sein, die sich mit dem "Inneren Kind" - das wir ALLE in uns tragen - auseinandersetzen. 



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Es war einmal ein kleines Mädchen, das schnell wütend und unkontrolliert verletzend wurde. Da gab ihr ein liebender Mensch einen Hammer und eine große Packung voller Nägel:


„Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst gehst du zu diesem Lattenzaun und schlägst einen Nagel hinein.“

Das Mädchen war damit einverstanden, auch wenn es den Sinn dahinter nicht verstand.

In den nächsten Monaten hämmerte das Mädchen bereits einige Nägel in den Zaun. Jahre vergingen und mit jedem Jahr wurden es weniger Nägel, die das Mädchen in den Zaun schlug. Ihr wurde bewusst, dass es einfacher war, Nägel in den Zaun zu hämmern, als sich von ihren Emotionen überfluten zu lassen und die Selbstbeherrschung zu verlieren.

Eines Tages war es schließlich so weit, dass es keinen Nagel mehr brauchte. Ganz stolz teilte es dies dem liebevollen Menschen mit. Dieser ging mit ihr zum Zaun:


„Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht verletzend bist, darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“

Das Mädchen war wieder einverstanden.

Wieder verging eine Weile bis das Mädchen zu dem liebevollen Menschen lief und ihm mitteilte, dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind. Das Mädchen, welches mittlerweile zur Frau geworden war, freute sich sehr.

Gemeinsam gingen sie zum Zaun. Der liebevolle Mensch sagte zu ihr:

„Ich bin sehr stolz auf dich. Das hast du toll gemacht. Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“

Die junge Frau stimmte ihm zu und er fuhr fort:

„Denk daran, wenn du das nächste Mal etwas Verletzendes zu anderen Menschen sagst. Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du dich entschuldigst, die Narben bleiben.“

(Verfasser: ohne Namen)